Als ich noch jünger war [gestern], habe ich euch erzählt, dass ich jetzt der ABC-Gren-Sani bin. Um die große Erklärwoche abzuschließen fehlt nur noch, was man im SanZentrum so macht, dann sind wir alle auf dem gleichen Stand.

Sehen wir es mal aus der Sicht eines armen Typen aus der AGA.
Nennen wir ihn Rick, weil das so ein bekloppter Name ist. Wie Hendrick ohne Hend.
Rick weiß, dass er morgen draußen schlafen/marschieren/im Unterricht sitzen/putzen/Kantinenessen essen muss, also denkt er die ganze Nacht daran, wie furchtbar krank er doch ist. Am nächsten Morgen fühlt sich Rick nicht sonderlich gut, weil er nicht schlafen konnte. Musste sich ja auch die ganze Zeit vorstellen, wie krank er ist.
Also meldet er sich beim morgentlichen Antreten “Neukrank”.
Nach dem Frühstück meldet er sich im Geschäftszimmer und dieses ruft nun bei uns an und meldet, dass heute nur 30 von 90 Leuten keinen Bock haben krank sind, darunter auch Panzerschütze Rick. [Rick heißt mit Nachnamen auch Rick, dafür kann er aber nichts].
Früh noch schreiben die Gezi-Leute die Termine für die AGA an die Tafel, später muss man das alles selber machen.

Rick hat nun bald seinen Termin, also zieht er sich seinen Sportanzug an, empfängt seinen Krankenmeldeschein und kommt zu uns.
An der Anmeldung stehe in diesem Fall heute ich und nehme ihm den Schein ab, stempel ihn, stempel seine Akte und bringe beides hoch in die Sprechstunde. Rick wartet derweil.

Jetzt kommt Rick dran und darf erzählen, was er sich so ausgedacht hat. Dann schreibt der Arzt auf seinen Krankenmeldeschein, dass Rick heute auf der Stube bleiben soll und eine Woche von Sport, Märschen und Süßspeisen befreit ist. Diesen bekommt Rick mit und darf sich damit bei seinem Teileinheitsführer vorstellen. Danach folgt aber für uns noch eine Menge Papierkram.
Der Oberfeldarzt hat einmal zu mir gesagt: Außerhalb der Sprechstunde ist alles stumpfe Bürokratie. Aber in der Sprechstunde sind es nur Zwei Drittel. Leider stimmt das.