LINKS, zwo, drei, vier.
by Apu,
at 5:00 am
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Die Bundeswehr. Biotop für alle Arten von Bekloppten, gescheiterte Existenzen, Hoffnungslos unselbstständige und Leute, denen ein pünktlicher Dienstschluss das Wichtigste ist. An und für sich also nichts, was so funktionieren könnte. Darum wird das ganze einfach mit Grund[los]wehrdienstleistenden verfeinert. Jetzt kommen also noch eine Menge Leute hinzu, die zu doof sind zu verweigern und die keinen Bock haben. Versteht Ihr die Brisanz der Problematik? Hier wird Käse mit Käse überbacken und Butter mit Fett frittiert.
Bevor ich hier anfing, habe ich mir den typischen Soldaten so vorgestellt: Übermotiviert, Sportfanatisch, unhinterfragt Vaterlandstreu, unselbstständig… an und für sich also eine hirnlose Nazibrut.
Aber Vorurteile sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Beim Bund sind mir nämlich einige, sehr verschiedene Gruppen von Grundwehrdienstleistenden aufgefallen. [Ich rede hier nur von den Leuten, die ihre Pflichtzeit absitzen. Für den Rest siehe bitte Satz eins in diesem Text].
Ja, es gibt sie.
Punks beim Bund.
“Wo Raketen und Panzer den Frieden sichern…” sangen einst Slime. “Deutschland muss sterben, damit wir leben können”, sangen sie Sekunden danach.
Aber weise Männer sangen auch “Punk ist, was Du draus machst” [Supershirt].
Und genau das ist es.
Wenn ich hier auf den Flur gehe, sehe ich Soldaten in ihrer Zivilkleidung. Ich sehe einen Typen mit Glatze, Doc Martens, Hosenträgern und einem A.C.A.B.-Pullover. Ich sehe einen aus der “schwarzen Szene” [übrigens rappt der nicht, habe ihn gefragt]. Iros sieht man selten. Darf man nämlich nicht.
Aber es geht um die Mentalität. Kluge Punks gehen zum Bund. Wisst ihr, wie teuer ein Soldat ist, wenn er nur seine Pflichtzeit absitze, Stiefel und all das Zeug abgreift, ausgebildet wird, aber nie dazu kommt, etwas Sinnvolles zu machen? TEUER! Wenn er dann auch noch einen sinnvollen Posten bekleidet [also nicht gerade Panzer schupst oder den ganzen Tag durch den Schlamm kriecht], kann er das System auch noch von innen heraus zersetzen, verlangsamen, Strukturen schwächen. Wenn man Deutschland also wirklich schaden will, wird man Soldat, sitzt seine Zeit ab, frisst die Truppenküche leer und verschwindet dann, auf dass noch einer mehr ausgebildet werden muss. Jeder Grundwehrdienstleistender, der nur seine 9 [bald 6, noch besser!] Monate macht, ist ein Punk.
Merkt euch das und erzählt das Jedem. Jedem Trottel, der zum Bund will, um “seinem Vaterland zu dienen”, privat das eiserne Kreuz trägt und seinen Doitschen Schäferhund Adi genannt hat. Entweder, sie bleiben dann weg von hier, was wünschenswert ist. Oder besser: sie wollen Deutschland nicht schaden und verpflichten sich eben für ein paar Jahre. Weg von den Straßen, rein in die Kasernen. Aber bitte in eine, in der eine Frau Kommandant ist und dann in die Gruppe von Vitali und Alexej bei Oberfeldwebel Yildirim.


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